Endlich Frühling! Wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und die ersten warmen Sonnenstrahlen das Moseltal in ein sanftes Licht tauchen, gibt es für uns kaum einen schöneren Ort für einen Ausflug. Ein ganz besonderes, farbenfrohes Highlight in dieser Jahreszeit ist die berühmte Mosel-Pfirsichblüte. Um dieses Naturschauspiel hautnah zu erleben, haben wir uns auf eine traumhafte Wanderung von Cochem in den Weinort Ernst gemacht. Natürlich inklusive einer genussvollen Belohnung am Ziel!
Der perfekte Start: Von Cochem hinauf in die Weinberge
Unsere Frühlingswanderung unter dem wunderbaren Motto “Mosel erblüht” startete an der Tourist-Info im Herzen von Cochem. Ein großer Pluspunkt für alle, die im Frühjahr unterwegs sind: Der Themenweg “Blüte Moselweinbergpfirsich” wird zum Beginn der Pfirsichblüte extra ausgeschildert.

Wir mussten uns also nicht ständig mit Kartenlesen aufhalten, sondern konnten einfach auf die kleinen Hinweisschilder sowie die aufgemalten, pinkfarbenen Pfeile und Blüten auf dem Boden achten.

Unser Tipp für Wanderer: Auch wenn ihr außerhalb der Blütezeit unterwegs seid und die Extrabeschilderung fehlt, ist dieser Weg absolut empfehlenswert! Unsere Tour kann man sehr gut auf der Karte nachverfolgen.
Zunächst führte uns die Route gemütlich quer durch die malerische Altstadt von Cochem. Wir schlenderten über den Marktplatz, bewunderten die wunderschönen, historischen Fachwerkhäuser und das imposante Rathaus. Schließlich erreichten wir den Pfad, der uns in Richtung der majestätischen Reichsburg hinauf leitete. Allerdings verzichteten wir darauf ganz hinauf zu steigen und hielten am Aussichtspunkt “Am Tummelchen” an.

Dieser idyllische Platz liegt inmitten der Weinberge und bietet eine schlichtweg traumhafte Aussicht auf das Moseltal, die Stadt und die Reichsburg. Und genau hier, hoch über Cochem, entdeckten wir sie: die ersten Pfirsichbäume unserer Tour, die bereits ihre zarten Blüten in die Frühlingssonne reckten.
Wissenswertes: Der Rote Weinbergpfirsich an der Mosel
Bevor wir weiterwandern, ein kleiner Ausflug in die Botanik: Warum wachsen hier eigentlich Pfirsiche?

Der Rote Weinbergpfirsich gedeiht hervorragend an der Mosel, insbesondere an der Terrassenmosel. Für ein optimales Wachstum benötigt der Baum einen sonnigen, warmen und leicht windgeschützten Platz mit durchlässigen Böden, wie etwa Löß- oder humosen Sandböden.
Die Bäume sind absolute Frühlingsboten und blühen sehr früh, in der Regel von März bis April. Ihre zartrosa bis intensiv rosafarbene Blütenpracht ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern dient auch als wichtige Nahrungsquelle für Insekten wie Bienen und Hummeln.

Die Ernte beginnt im Spätsommer (August bis Oktober). Die Pfirsiche bleiben eher klein. Äußerlich sind sie durch eine sehr feste, dicht behaarte und oft mausgraue Schale gekennzeichnet. Das Fruchtfleisch ist von der Schale bis zum Stein intensiv rot gefärbt.
Der Weinbergpfirsich ist deutlich weniger süß als die Pfirsiche, die man sonst kaufen kann. Das Fruchtfleich ist eher hart und wird unverarbeitet kaum gegessen.Die Frucht schmeckt gleichzeitig säuerlich und eher herb.
Durch den Wald ins rosa Blütenmeer von Ernst
Nachdem wir die Aussicht “Am Tummelchen” in vollen Zügen genossen hatten, folgten wir dem ausgeschilderten Weg unterhalb der Reichsburg weiter durch ein Waldgebiet. Es lohnte sich, immer mal wieder einen Blick über die Schulter zu werfen: Zwischen den Bäumen blitzte immer wieder malerisch die Reichsburg auf.

Die Strecke stieg noch eine Weile recht gleichmäßig, aber nicht zu steil an, bis wir einen weiteren Aussichtspunkt erreichten. Ausgestattet mit einer Bank, wäre dies der perfekte Ort für ein Picknick gewesen – hätten wir uns nicht schon so auf das Tasting in Ernst gefreut! Der Panoramablick über die sich schlängelnde Mosel ist von hier oben einfach unbezahlbar.

Nach diesem Aussichtspunkt ging es fast nur noch bergab, bis wir den Cochemer Stadtteil Sehl erreichten. Dort hielten wir wieder stärker Ausschau nach den markanten pinkfarbenden Markierungen auf der Straße. Nachdem wir das ehemalige Kloster Ebernach passiert hatten führte der Weg entlang zahlreicher Weinreben.
Und dann betraten wir den wohl schönsten Abschnitt unserer Frühlingswanderung: Entlang des Weges reihten sich zahllose Pfirsichbäume aneinander. Da wir recht zeitig zum Beginn der Blüte unterwegs waren, trugen viele Bäume noch dicke Knospen mit leuchtend pinken Spitzen. Erste Blüten hatten sich bereits entfaltet und die ersten Bienen schwirrten in der wärmenden Sonne um die Pflanzen. Ein echtes Frühlingsmärchen! Wir konnten uns kaum sattsehen und unsere Kameras standen nicht still.


Doch irgendwann hieß es: Losreißen von den Fotomotiven! In Ernst wartete bereits der kulinarische Höhepunkt unserer Tour auf uns.

Genuss pur: Tasting im Weingut Göbel-Schleyer-Erben
Was gibt es schöneres, als nach der Wanderung ein Glas Wein zu genießen. Wir sind im Weingut Göbel-Schleyer-Erben eingekehrt und haben ein Tasting rund um Produkte mit dem Weinbergpfirsich genossen.


Die Winzerfamilie bewirtschaftet über 400 eigene Pfirsichbäume, von denen die Früchte in Handarbeit geerntet und verarbeitet werden. Die Produktvielfalt, die daraus entsteht, hat uns wirklich beeindruckt:
- Zum Trinken: Edelbrand, Likör, Pfirsichsecco und Pfirsichbowle.
- Für die Küche: Fruchtessig (darunter Aperitif- und Balsamessig), Balsamico Crema, Riesling-Senf mit Weinbergpfirsich, Chutney sowie Konfitüren und Fruchtaufstriche.
Wir starteten unsere Verkostung mit einem der besten Seccos, die ich bisher getrunken habe. Der Pfirsichsecco hat mich sofort angesprochen: fruchtig, perlig und erfrischend. Am liebsten hätten wir direkt eine ganze Kiste mitgenommen.

Ein weiteres Highlight war das Pfirsich-Chutney, von dem wir direkt ein Glas für Zuhause kauften. Wir haben diese süß-pikante Köstlichkeit mittlerweile mit einer guten Käseplatte und einem Glas Moselwein genossen – ein absoluter Traum!
Bevor wir uns von Ernst auf den Rückweg nach Cochem gemacht haben, konnten wir nicht widerstehen und haben noch den Edelbrand und den Likör von Roten Weinbergpfirsich probiert. Bei beiden Produkten schmeckte und vor allem roch man die Pfirsichnote sofort heraus.

Verköstigungs- und Kaufmöglichkeiten
- Hofladen in Ernst: Direkt auf dem Weingut in der Klosterstraße 12 gibt es einen Weinladen. Dieser ist montags bis samstags von 09:00 bis 12:00 Uhr sowie von 13:00 bis 16:30 Uhr (bzw. 17:00 Uhr) geöffnet, sonntags von 09:00 bis 12:00 Uhr.
- Weinladen & Weinlounge in Cochem: An der Moselpromenade 1 in Cochem befindet sich eine weitere Verkaufsstelle, die täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet ist.
- Weinproben: Das Weingut veranstaltet regelmäßig geführte Weinproben zu denen man sich anmelden muss.
- Online-Shop: Wer nicht vor Ort ist, kann das gesamte Sortiment inklusive der Feinkostprodukte über den Online-Shop des Weinguts kaufen.
Unser Fazit: Ein perfekter Frühlingstag an der Mosel
Mit wundervollen Eindrücken von der erwachenden Natur, dem herrlichen Duft der rosa Blüten in der Nase und dem Geschmack von fruchtigem Weinbergpfirsich auf der Zunge, traten wir von Ernst den Rückweg nach Cochem an. Um zurück zum Startpunkt zu gelangen, kann man entweder gemütlich und flach direkt am Moselufer entlang spazieren oder ganz bequem in den Bus steigen, der die Moselorte regelmäßig verbindet.
Wenn ihr im Frühling ein Ausflugsziel sucht, das Natur, Bewegung und Genuss perfekt miteinander verbindet, können wir euch die Pfirsichblüten-Wanderung von Cochem nach Ernst wärmstens ans Herz legen.

Unser Aufenthalt in der Region fand im Rahmen einer Pressereise statt.
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