Montréal: Wo Europa Nordamerika küsst
Warum sollte man nach Montréal reisen? Die Antwort liegt in einem Gefühl, das schwer zu beschreiben, aber leicht zu erleben ist. Die Stadt ist das „Enfant terrible“ Nordamerikas – ein bisschen rebellisch, unglaublich kreativ und tief verliebt in das gute Leben.
Montréal ist die einzige Metropole, die den Charme der „Alten Welt“ (Kopfsteinpflaster, Basiliken, Geschichte) nahtlos mit der Energie und Weite Nordamerikas verbindet. Es ist exotisch genug, um dich zu überraschen, aber vertraut genug, um dich sofort willkommen zu heißen. Hier kann man Paris-Feelings bei einem Croissant gepaart mit New York – Feeling zwischen riesigen Wolkenkratzern erleben.

Montréal ist eine Stadt der Nachbarschaften. Das Plateau Mont-Royal mit seinen bunten Häusern, den berühmten Außentreppen und der kreativen Bohème-Szene ist eines der fotogensten Viertel der Welt. Der Mont-Royal, der „Berg“ mitten in der Stadt, ist die grüne Lunge Montréals. Im Sommer triffst du dich hier sonntags zu den „Tam-Tams“ (einem riesigen Trommelkreis), im Herbst explodieren die Farben des Indian Summer, und im Winter fährst du hier Schlitten oder Langlauf – alles mit Blick auf die Skyline.
Old Montréal entführt dich mit seinen engen Gassen und dem Blick auf den alten Hafen zurück ins 17. Jahrhundert. Und unter der Erde? Die RÉSO (Untergrundstadt) ist ein 32 Kilometer langes Labyrinth, das Shopping, Metro und Hotels verbindet – eine architektonische Meisterleistung gegen den kalten Winter.
Die Menschen hier arbeiten, um zu leben, sie leben nicht, um zu arbeiten. Man sitzt lange in Cafés, die Parks sind am Wochenende voller Picknicker, und die Atmosphäre ist entspannt und offen.
Die Stadt ist ein Paradies für Foodies. We auf der Suche nach einer echte Poutine ist, wird hier mit Sicherheit fündig. Die Bagels (in Honigwasser gekocht) liefern sich einen ewigen Konkurrenzkampf mit New York – und viele sagen, Montréal gewinnt. Und dann ist da noch das weltberühmte Smoked Meat Sandwich bei Schwartz’s. Von haitianischem Streetfood bis zu französischer Haute Cuisine, hier gibt es angeblich die höchste Restaurantdichte pro Kopf in Nordamerika.
Montréal ist sicher, fußgängerfreundlich und voller Überraschungen an jeder Ecke. Wer einmal den Vibe von Montréal gespürt hat, kommt meistens wieder.
Sehenswürdigkeiten in Montréal
Tipps rund ums Essen und Trinken
Wenn man an die Bierszene in Montreal denkt, hat bestimmt als Location nicht den touristischen Alten Hafen im Sinn. Wer nach einer erstklassigen Brauerei im Vieux Port sucht, kommt an Brewskey nicht vorbei. Hier wird Braukunst auf höchstem Niveau zelebriert, mit einer Konsistenz, die selbst kritische Gaumen überzeugt.
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Reiseinformationen
Anreisemöglichkeiten
Mit dem Flugzeug
Der internationale Flughafen Montréal-Trudeau (YUL) liegt etwa 20 km westlich der Innenstadt. Direktflüge werden zum Beispiel aus Europa u.a. ab Frankfurt, München, Zürich und Wien angeboten.
Mit dem Bus 474 gelangt man problemlos in die Stadt. Taxis oder Uber fahren für einen Festpreis in die Stadt.
Mit der Bahn
Montréal ist ein wichtiger Knotenpunkt im Bahnverkehr. Der Gare Centrale wird zum Beispiel von Zügen aus Québec City, Toronto oder Ottawa angefahren. Auch grenzüberschreitende nach New York (Amtrak) fahren bis Montréal.
Mit dem Bus
Der zentrale Busbahnhof (Gare d’autocars de Montréal) wird von Bussen aus Kanada und den USA angefahren.
Mit dem Auto
Montréal ist über ein gut ausgebautes Autobahnnetz erreichbar, das die Stadt mit dem Rest Kanadas und den USA verbindet.
Die Autoroute 20 (aus Toronto/Ottawa) und die Autoroute 10 (aus den USA/Vermont) führen direkt ins Zentrum. Die meisten Autobahnen sind mautfrei. Eine Ausnahme ist die A30 (Umgehungsstraße im Süden), die elektronisch abgerechnet wird.
Unterwegs in…
Mit dem Auto
In Montréal gelten ein paar Besonderheiten:
- Rechtsabbiegen bei Rot: Dies ist auf der gesamten Insel von Montréal streng verboten, auch wenn es im restlichen Québec und Kanada erlaubt ist. Achte auf die Schilder am Ortseingang.
- Stoppschilder (4-Way-Stop): An Kreuzungen mit vier Stoppschildern gilt: Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Das erfordert Blickkontakt und Handzeichen.
- Schulbusse: Wenn ein gelber Schulbus hält und seine roten Lichter blinken (sowie das Stoppschild ausklappt), müssen beide Fahrtrichtungen anhalten. Überholen ist strengstens verboten und wird extrem teuer.
Mit der Metro
Durch die Stadt fahren 4 Metrolinien, die farblich gekennzeichnet sind. Jede Station ist architektonisch individuell gestaltet. Die Züge fahren sehr regelmäßig, sind sicher und sauber.
Mit dem Bus
Das Busnetz ist gut ausgebaut und fährt zuverlässig.
BIXI (Bike-Sharing)
Von Frühling bis Herbst ist Montréal eine Fahrrad-Stadt mit exzellenten Radwegen. Es lohnt sich ein Fahrrad auszuleihen.
RÉSO
Über 30 km unter Stadt verlaufende Tunnel verbinden Shoppingzentren, Hotels und Metrostationen – ideal im Winter.
Parken
Parken in Montréal kann frustrierend sein, wenn man die Regeln nicht kennt.
Die Beschilderung
An einem Pfosten hängen oft 2–3 verschiedene Schilder. Gelesen werden sie von oben nach unten und geben an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten (24h-Format, z. B. 19h) das Parken verboten ist (z. B. für die Straßenreinigung).
Anwohnerparken (RSR)
Viele Plätze sind für Anwohner reserviert. Diese sind durch ein Schild mit einem roten Quadrat und einer Nummer gekennzeichnet. Ohne entsprechende Vignette darf man dort nicht stehen.
Hydranten
Halte mindestens 5 Meter Abstand zu Feuerwehrhydranten – sonst wird gnadenlos abgeschleppt.
Bezahlparken
Auf der Straße zahlst du an Parkscheinautomaten oder per App. App-Tipp: Mit der App “Mobicité” (früher P$ Mobile Service)
Winter-Special
Nach starkem Schneefall gilt oft ein vorübergehendes Parkverbot für die Schneeräumung. Achte auf die gelben Blinklichter oder provisorischen Schilder – wer hier parkt, wird innerhalb von Minuten abgeschleppt.
Beste Reisezeit
Der Winter in Montréal dauert von November bis März. In dieser Zeit ist es sehr kalt und es gibt viel Schnee. Wem das nichts ausmacht kann z.B. Eislaufen im Alten Hafen oder das Lichterfest Montréal en Lumière erleben.
Der Frühling ist vergleichsweise kurz und dauer nur vn April bis Mai. Das Wetter wird milder, ist aber sehr wechselhaft. Diese Zeit ist die Zeit des Ahornsirups, der nun geerntet wird.
Erstaunlich heiß und schwül ist es in den Sommermonaten Juni bis August. Nun beginnt in der Stadt die Festival-Saison.
Im Herbst (September und Oktober) kann der Urlauber den Indian Summer mit wunderschöner Laubfärbung auf dem Mont-Royal erleben.
Sprache
Montréal ist die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt (nach Paris), aber extrem zweisprachig. Französisch ist die offizielle Amtssprache. Englisch wird fast überall im touristischen Bereich fließend gesprochen.
Währung
Kanadischer Dollar (CAD).
Kartenzahlung (Kreditkarte/Debit) ist fast überall Standard, selbst für kleinste Beträge.
Einkaufen
Beachte, dass Preise in Geschäften und Restaurants meist ohne Steuern (TPS/TVQ, ca. 15 %) angegeben werden – diese werden erst an der Kasse aufgeschlagen.
Trinkgeld
In Restaurants und Bars sind 15–20 % Pflicht, da das Servicepersonal darauf angewiesen ist.
Auch Taxifahrer erhalten ca. 10–15 %.