Wer an die Mosel denkt, hat sofort steile Weinberge, malerische Flussschleifen und ein kühles Glas Riesling im Kopf. Das Moselland zählt zu einem der schönsten Urlaubsziele in Deutschland. Die Flussregion zwischen der ältesten Stadt Deutschlands (Trier) und dem Deutschen Eck (Koblenz) lädt einfach dazu ein, eine traumhafte Zeit zu erleben.
Schon die Kelten und später die Römer erkannten vor über 2.000 Jahren das milde, fast mediterrane Klima. Sie brachten den Weinbau in das tief eingeschnittene, kurvenreiche Flusstal. Die Landschaft an der Mosel wird nicht umsonst oft als „Weinanbaugebiet der Extreme“ bezeichnet. Der Fluss windet sich mäandernd durch das Rheinische Schiefergebirge. An den steilen Hängen wachsen auf urzeitlichem Schiefergestein Spitzenweine von Weltrang heran – meist in aufwendigster Handarbeit, da Maschinen hier oft nicht eingesetzt werden können. Wanderer können oft sogar in den Weinbergen ausgeschilderte Routen erkunden und über steile Treppen hoch hinauf steigen, um die Aussicht zu genießen.

Das Moselland bietet aber mehr als nur Natur. Trier zeugt mit seinen monumentalen UNESCO-Welterbestätten wie der Porta Nigra oder den Kaiserthermen noch heute von dieser glanzvollen Zeit als kaiserliche Residenzstadt. Entlang des Moselufers findet man unzählige mittelalterliche Burgen, Klosteranlagen und kleine Fachwerkstädte.
Die Gastronomie kommt in der Region nicht zu kurz. In den urigen Straußwirtschaften und traditionellen Gutsschänken können Besucher regionale Spezialitäten probieren. So empfiehlt es sich unbedingt, einmal „Gräwes“ (auch als Teerdisch bekannt – eine deftige Mischung aus Kartoffelpüree, Sauerkraut und Speck, die Winzer früher zur Stärkung in den Weinberg mitnahmen) oder das berühmte Tresterfleisch zu probieren. Dieses gart traditionell in einem feinen Wein-Trester-Sud und war früher ein Nebenprodukt bei der Schnapsbrennerei.
Der Rote Mosel-Weinbergpfirsich, ein pelziger, tiefrotfleischiger Pfirsich, ist eine absolute Delikatesse der Region. Ob als Konfitüre, im Dessert, als spritziger Likör im Winzersekt oder pur – er gehört zum Mosel-Urlaub dazu. Auch der Walnussbaum gehört zu den kulinarischen Highlights der Region. Ihn planzten einst die Römer und der heute in Form von Walnusstorte oder Walnuss-Bratwurst auf den Speisekarten zu finden ist, .
Nicht vergessen sollte man natürlich den Wein! Ein frisch eingeschenkter Schoppen Mosel-Riesling direkt beim Winzer oder ein heimischer Trester-Brand (der „Grappa der Mosel“) rundet das Erlebnis schließlich perfekt ab.
Wunderschöne Reiseziele im Moselland
Die Mosel ist bekannt für ihre Schleifen, aber kaum ein Ort fängt den Zauber der Flusslandschaft so ein wie das beschauliche Neef. Sobald man aus dem Zug steigt, beginnt das Abenteuer "Wandern in Neef": Der Weinberg erhebt sich direkt hinter den Gleisen und lockte uns mit einer kurzen Wanderung zu einem der schönsten Aussichtspunkte der…
Inmitten steiler Weinberge, tief eingeschnittener Flussschleifen und malerischer Fachwerkkulissen erhebt sich die Reichsburg Cochem. Sie thront majestätisch auf einem markanten Felskegel rund 100 Meter über der Stadt.
Koblenz, die Stadt an der Rhein und Mosel aufeinander treffen, ist die älteste Stadt Deutschlands. Hier im Südwesten von Deutschland bildet die Stadt mit der Festung Ehrenbreitstein das Tor zum Oberen Mittelrheintal.
In Koblenz mündet die Mosel in den Rhein. Hier befindet sich einer der meist besuchten Orte der Stadt, das Deutsche Eck in Koblenz mit dem monumentalen Reiterstandbild des Deutschen Kaisers Wilhelm I..
Unser Abenteuer Brodenbach führt uns auf die Ehrenburg. Wir fahren aus dem Ort über eine Straße mit Serpentinen immer höher in den Hunsrück und kommen schließlich an einem großen Parkplatz an. Von hier läuft man noch 400 Meter bergab, bis man die Ehrenburg erreicht.
Kulinarisch unterwegs
Die Mosel ist bekannt für ihre Schleifen, aber kaum ein Ort fängt den Zauber der Flusslandschaft so ein wie das beschauliche Neef. Sobald man aus dem Zug steigt, beginnt das Abenteuer "Wandern in Neef": Der Weinberg erhebt sich direkt hinter den Gleisen und lockte uns mit einer kurzen Wanderung zu einem der schönsten Aussichtspunkte der…
Die Steilhänge an Rhein und Mosel sind bekannt für die hervorragenden Weine, die dort von vielen Winzern produziert werden. Koblenz kann aufgrund der Lage an beiden Flüssen mit regionalen Weinen aus beiden Anbauregionen punkten.
Besuche Städte entlang der Mosel
Reiseinformationen zum Moselland
Anreise
Mit dem Flugzeug
Die nächstgelegenen Flughäfen sind Frankfurt-Hahn (mitten im Hunsrück, sehr nah an der Mittelmosel), Luxemburg, Köln/Bonn oder Frankfurt am Main.
Mit der Bahn
Die Bahnstrecke zwischen Koblenz und Trier verläuft größtenteils direkt am Flussufer entlang. Viele Urlaubsorte haben einen eigenen Bahnhof.
Mit dem Bus
Das lokale Busnetz verbindet die Winzerdörfer untereinander.
Fernbusse fahren die größeren Städte wie Trier oder Koblenz an.
Mit dem Auto
Die Region ist über die Autobahnen A48, A61 und A1 gut angebunden.
Mit dem Fahrrad
Der Mosel-Radweg begleitet den Fluss auf über 240 Kilometern und ist durchgehend flach und exzellent ausgebaut.
Unterwegs im Moselland
Mit dem Auto
Die Bundesstraßen am Flussufer sind gut ausgebaut. Wer jedoch hinauf in Eifel oder Hunsrück fährt, sollte sich auf kurvige und teilweise sehr schmale und steile Serpentinenstraßen einstellen.
Zu Fuß
Das Moselland ist eine Premium-Wanderregion. Hier finden sich Wanderrouten in allen Schwierigkeitsgraden.
Der Fernwanderweg Moselsteig (365 Kilometer) führt links und rechts des Flusses von Perl bis nach Koblenz.
Mit Bus/Bahn (Gästetickets)
Viele Gastgeber händigen bei der Übernachtung das VRM- oder VRT-Gästeticket aus. Damit kann man den öffentlichen Nahverkehr im entsprechenden Verkehrsverbund kostenlos nutzen – ideal, um nach einer Weinprobe sicher zurückzukommen.
Auf dem Wasser
Fast in jedem größeren Ort gibt es Anlegestellen für Ausflugsschiffe, die gemütlich von Dorf zu Dorf tuckern.
Parken
Wer mit dem Auto anreist, findet in fast jedem Weinort Parkplätze am Moselufer. Diese sind tagsüber meist kostenpflichtig (Tageskarten gibt es oft an den Automaten).
Für Wohnmobile gibt es an der gesamten Mosel zahlreiche, wunderschön gelegene Stellplätze direkt am Wasser.
Beste Reisezeit
Die Saison startet zu Ostern und reicht bis in den goldenen Oktober. Viele Betriebe öffnen erst dann ihre Türen.