Mitten in Manhattans, wo Straßen und Avenues ein geometrisches Netz aus Beton spannen, liegt der 341 Hektar große Central Park. Er ist die Lunge der Stadt, ihr Zufluchtsort und ein lebendiges Denkmal für eine der kühnsten städtebaulichen Visionen des 19. Jahrhunderts.
Der Park verkörpert ein Paradoxon, das mich sofort fasziniert hat: eine scheinbar unberührte Naturlandschaft, die in Wirklichkeit von Menschenhand geschaffen wurde – jeder Hügel geformt, jeder See gegraben, jeder Baum strategisch gepflanzt.
Mein Spaziergang durch den Park: Eine Route zum Nacherleben
Den Central Park an einem Tag komplett zu erkunden, ist unmöglich. Ich möchte hier meine Route vorstellen, die jeder Besucher ganz einfach selbst erleben kann. Sie führt zu einigen der schönsten und bekanntesten Orte, bietet aber auch Raum für eigene Entdeckungen.

Start am Columbus Circle: Das Tor zum Park
Unser Spaziergang beginnt am Columbus Circle – und ich empfehle Ihnen, hier ebenfalls zu starten. Bevor Sie in das Grün eintauchen, nehmen Sie sich einen Moment für das prachtvolle Maine Monument, das mit seiner vergoldeten Bronzeskulptur über den Parkzugang wacht.

Das prächtiges Denkmal aus Marmor und Bronze erinnert an ein entscheidendes Ereignis in der amerikanischen Geschichte erinnert: die Explosion des Schlachtschiffs USS Maine in Havanna, Kuba, im Jahr 1898.
Das Monument besteht aus aus einem weißem Marmorblock, der von einer vergoldeten Bronzeskulptur gekrönt wird. Diese Figurengruppe, die “Columbia Triumphant” darstellt, zeigt die Personifikation der Vereinigten Staaten in einem von drei Seepferdchen gezogenen Muschelwagen. Das für diese Skulptur verwendete Metall stammt teilweise von den geborgenen Kanonen der USS Maine. Eine Inschrift am Denkmal lautet: “To the valiant seamen who perished on the Maine, by fate unwarned, in death unafraid” (Den tapferen Seeleuten, die auf der Maine umkamen, vom Schicksal ungewarnt, im Tode ohne Furcht).
Natur pur!
Direkt hinter dem Denkmal öffnet sich der Park. Von nun an spazierten wir auf gut ausgebauten Wege durch die künstlich angelegte Anlage des Central Parks.

Ich war sehr erstaunt, was für ein vielfältiges städtischen Ökosystem hier zu finden ist. Der Park ist ein urbaner Wald mit über 18.000 Bäumen, die im Sommer kühlenden Schatten spenden und den Lebensraum und Nahrung für unzählige Tiere bieten. Es leben Grauhörnchen, Waschbären, Fledermäuse, Opossums und verschiedene Schildkrötenarten im Park. Natürlich findet man auch zahlreiche Vogelarten, wie zum Beispiel Drosseln und Pirole, aber auch Greifvögel wie Rotschwanzbussarde kann man entdecken. Jeden Frühjahr und jeden Herbst machen hier über 200 Vogelarten auf ihrer langen Reise zwischen ihren Brut- und Überwinterungsgebieten Halt, um zu rasten und Nahrung zu suchen.
Aussicht mit Gänsehaut: Umpire Rock
Einer der ersten Orte, der uns anzog und den man nicht verpassen sollten, ist der Umpire Rock. Dieser massive Felsen ist ein beliebter Treffpunkt, ein Zeugnis der eiszeitlichen Vergangenheit Manhattans und bietet eine der malerischsten Aussichten im gesamten Park.
Seinen offiziellen Namen, “Umpire Rock” (Schiedsrichter-Felsen), verdankt der Felsen seiner Lage. Er überblickt die nahegelegenen Heckscher Ballfields, die ältesten und größten Baseball- und Softballfelder des Central Parks. Von seiner erhöhten Position aus bot der Felsen einen idealen Aussichtspunkt, gleich einem Schiedsrichter (Umpire), um die Spiele zu verfolgen.
Allerdings ist der Felsen bei vielen New Yorkern auch unter einem weniger schmeichelhaften Namen bekannt: “Rat Rock”. Dieser Spitzname stammt aus einer Zeit, in der sich nachts in den Spalten und Höhlen des Felsens zahlreiche Ratten tummelten. Heute ist dieses Problem weitgehend behoben, doch der alte Name hat sich im Sprachgebrauch gehalten.

Besonders faszinierend sind die sichtbaren Spuren der letzten Eiszeit. Vor etwa 30.000 Jahren war das gesamte Gebiet des heutigen New Yorks von einem massiven Gletscher bedeckt. Als sich diese Eismassen langsam südwärts bewegten, schrammten sie mit ungeheurer Kraft über das Grundgestein. Die dabei mitgeführten kleineren Felsen und Geröllmassen hinterließen tiefe Kratzer und Rillen auf der Oberfläche des Umpire Rock. Diese als Gletscherschrammen bekannten Einkerbungen sind heute noch deutlich sichtbar.
Auf dem Felsen saßen Parkbesucher und genossen das schöne Wetter. Einige picknickten, andere lasen, aber die meisten genossen einfach nur den unbeschreiblich Blick auf die Skyline von Midtown Manhattan. Was für Wolkenkratzer!
New Yorks grünstes Wohnzimmer: Sheep Meadow
Unser Weg führte uns weiter zur Sheep Meadow, und an sonnigen Tagen werden Sie verstehen, warum sie als das Wohnzimmer der New Yorker gilt.

Bis 1934 graste hier tatsächlich eine Schafherde! Heute ist diese 15 Hektar große Rasenfläche an sonnigen Tagen der Treffpunkt für New Yorker zum Sonnenbaden, Picknicken und Entspannen. Allerdings darf man das Gelände nicht ganztägig betreten, es ist eingezäunt! Nur zu bestimmten Uhrzeiten werden die Zugangstore geöffnet .Ich find das klasse, denn so wird der Rasen geschont und sieht länger so schön grün aus.
Mein Tipp: Holen Sie sich einen Kaffee und einen Snack und genießen Sie einfach das bunte Treiben.
Das Herz des Parks: The Lake
Von der Sheep Meadow ist es nur ein kurzer Spaziergang zur berühmten Promenade “The Mall”, die direkt zum Herzen des Parks führt: der Bethesda Terrace. Von hier aus eröffnet sich der Blick auf The Lake.
The Lake ist mit 20 Hektar der zweitgrößte See des Areals. Hier treffen wir auch zum ersten Mal auf die Wasserschildkröten, die einige der Wasserflächen bewohnen.

Wir sind am Ufer entlang spaziert und haben dabei die elegante Bow Bridge bewundert – ein Fotomotiv, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Es ist auch eine gute Entscheidung die Oak Bridge zu überqueren; von dort eröffnete sich uns ein weiterer atemberaubender Blick auf die Stadt.
Ein Schloss mitten in Manhattan: Belvedere Castle
Unser nächster Stopp lag am Turtle Pont. Wie der Name schon vermuten lässt, leben hier zahlreiche Schildkröten.
Der eigentliche Grund, warum wir dorthin gingen, thront aber direkt darüber: das Belvedere Castle. Vom Ufer des Turtle Ponts hat man einen hervorragenden Blick auf den Vista Rock, dem zweithöchsten natürlichen Punkt im Park. Auf diesem Fels steht das Miniaturschloss. Es wurde als rein dekorativer Aussichtspunkt („Folly“) entworfen. Von dort hat man einen der besten Panoramablicke über den Park, insbesondere auf die Great Lawn. Das Schloss beherbergt heute ein Besucherzentrum und eine Wetterstation.

Das sportliche Zentrum: The Great Lawn
Es war Zeit für eine kleine Pause und so ging es weiter zum Great Lawn. Diese riesige, 55 Hektar große ovale Rasenfläche ist das grüne Herz des Parks. Sie entstand in den 1930er Jahren an der Stelle eines ehemaligen Wasserreservoirs, das teilweise mit dem Aushub vom Bau des Rockefeller Centers aufgefüllt wurde.
Heute befindet sich auf dem riesigen Rasenfeld das Epizentrum für Sport und Entspannung. Die acht Baseballfelder werden von den New Yorkern gerne genutzt und hier finden oft Konzerte statt.

Auf jedem der Felder fanden gerade Spiele statt. Kindermannschaften verschiedener Altersgruppen spielten in altersgerechten Abwandlungen Softball. Erwachsene standen mit auf dem Spielfeld und unterstützten bei Würfen, Eltern saßen auf Decken am Rand und genossen den Tag. Mir hat es hat großen Spaß gemacht, sich einfach an den Rand zu setzen und dem Treiben zuzusehen, selbst wenn ich die Regeln nur rudimentär kenne.
Die berühmteste Jogging-Runde der Welt: Das Onassis Reservoir
Weiter nördlich stießen wir auf das beeindruckende Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir. Das Reservoir, das einst ein wichtiger Teil des städtischen Wassersystems war, erstreckt sich über 42,9 Hektar und fasst 3,785 Milliarden Liter Wasser.

Die 2,54 Kilometer lange Strecke um den See ist ein Magnet für Jogger aus aller Welt. Selbst wenn Sie nicht joggen, lohnt sich ein Spaziergang am Ufer entlang – die Spiegelungen der Skyline im Wasser sind einfach magisch.
Conservatory Garden
Wir sind nicht die gesamte Strecke um das Reservoir gegangen, uns lockte der Conservatory Garden im Nordosten des Central Parcs. Ich muss zugeben, dieser formale Garten war eine echte Überraschung. Unterteilt in einen italienischen, französischen und englischen Bereich, ist er eine Oase der Ruhe, weit weg vom Trubel der südlicheren Parkteile. Ein echter Geheimtipp!

Leider gab es hier nur wenige Sitzgelegenheiten und noch weniger lagen im Schatten, was unseren Aufenthalt in der Mittagssonne etwas kürzer werden ließ als ursprünglich geplant.
Der entspannte Norden: Harlem Meer
Es zog uns wieder Richtung Wasser, in der Hoffnung auf einen kühlen Windzug. Das Ziel: “Harlem Meer”. Der Name dieses 11 Hektar großen Sees am nordöstlichen Ende des Parks ist niederländisch für “See” und eine Anspielung auf die frühen Siedler in Harlem.
Ein Weg führt uns am Ufer entlang. Es standen Angler am Ufer. Hier darf nach dem Catch-and-Release-Prinzip geangelt werden. Also Fisch fangen und gleich wieder in den See zurücksetzen.

Am Ufer befindet sich auch das Charles A. Dana Discovery Center. Das wunderschöne alte Bootshaus ist heute ein Besucherzentrum in dem Gemeinschaftsveranstaltungen und Bildungsprogramme angeboten werden.
Nach mehreren Stunden im Park verließen müde, aber unglaublich beeindruckt den Park am Ausgang Duke Ellington Circle.
Mein Fazit und was ich beim nächsten Mal mache
Für mich ist auf jeden Fall klar, bei meinem nächsten New York Besuch werde ich erneut in den Central Park gehen. Es gibt noch so viel zu entdecken, was wir nicht geschafft haben, wie das Strawberry Fields-Memorial für John Lennon, das historischen Karussell oder den Central Park Zoo.
Vielleicht miete ich mir dann ein Fahrrad, um mehr Strecke zu schaffen. Oder wir gehen eine Runde joggen.
Vielleicht komme ich aber auch wieder, um ein Konzert im Central Park zu erleben. Hier sind schon so viele großartige Künstler aufgetreten, da wird es doch auch etwas für meinen Geschmack geben.
Unser Tipp: Essen und Trinken im Central Park
Im Central Park findet man verschiedene Verpflegungsmöglichkeiten, von gehobenen Restaurants bis hin zu einfachen Imbisswagen.
- Restaurants:
- Tavern on the Green: Ein historisches und elegantes Restaurant in der Nähe der Sheep Meadow (West 67th Street).
- Loeb Boathouse: Bietet ein Restaurant mit gehobener Küche und ein zwangloses Café mit Blick auf den See (East 72nd Street).
- Cafés und Imbisswagen: Überall im Park verteilt finden sich zahlreiche Imbisswagen, die klassische New Yorker Snacks wie Hotdogs, Brezeln und Eiscreme verkaufen. Es gibt auch mehrere kleinere Cafés, wie das Ballfields Cafe oder das Dancing Crane Café im Zoo.
Wir finden es allerdings viel schöner im Park gemütlich im Schatten unter einem Baum zu picknicken.
Exkurs: Die faszinierende Geschichte des Parks
Der Central Park ist ein präzise definiertes Rechteck,mit einer Länge von 2,5 Meilen (ca. 4 km) von Nord nach Süd und einer Breite von 0,5 Meilen (ca. 0,8 km). Er erstreckt sich von der 59. Straße, die als Central Park South bekannt ist, bis zur 110. Straße, dem Central Park North. Seine Längsseiten werden von der Fifth Avenue im Osten und der Eighth Avenue, hier Central Park West genannt, im Westen begrenzt. Er ist nicht nur Puffer, sondern auch eine Verbindung von Viertel der Stadt, die unterschiedlich nicht sein könnten.
Eine Stadt platzt aus allen Nähten
Die Bevölkerung in New York hatte sich zwischen 1821 und 1855 fast vervierfacht. Das führte zu extremer Überbevölkerung, unhygienischen Lebensbedingungen und einem Mangel an frei zugänglichen Erholungsräumen. Der Ruf nach einem großen öffentlichen Park in den 1840er und 1850er Jahre immer lauter.
Der Greensward Plan: Eine Landschaft als Kunstwerk
1857, nachdem ein Standort gefunden war, kam es schließlich zu einer öffentlichen Ausschreibung für die Parkgestaltung. Es gab recht genau Gestaltungsvorgaben: Der Entwurf musste einen Paradeplatz, drei Spielfelder, eine Fläche zum Schlittschuhlaufen, einen großen Brunnen und vor allem vier quer durch den Park verlaufende Straßen für den Durchgangsverkehr beinhalten.

Man entschied sich für den Greensward Plan, der sich von den Konzepten der anderen Entwürfe stark abhob. Die Vorgabe der durch den Park verlaufenden Straßen sollte durch unterirdische Verbindungen gelöst werden. So konnte der Park als zusammenhängende Fläche bestehen bleiben. Zusätzlich war die gesamte Struktur als vollkommender Gegensatz zu dem symmetrischen und monotonen Straßennetz der Stadt geplant. Geschwungene Wege, unregelmäßige Seen und sanfte Hügel sollten einen Kontrast bilden.
Seneca Village: Die vergessene Gemeinschaft
Bevor es an die Umsetzung des Plans ging, gab es nur noch ein Problem: das Land war keine unberührte Wildnis. Es war ein raues, felsiges und sumpfiges Gelände mit kleinen Farmen, Industriebetrieben und verstreuten Siedlungen. Die bedeutendste dieser Siedlungen war Seneca Village, die sich von der heutigen West 82. bis zur 89. Straße erstreckte. Diese Siedlung gründeten 1825 freie Afroamerikaner. Der Landbesitz war von enormer Bedeutung, da er nach den Gesetzen des Staates New York ihnen das Wahlrecht verlieh – ein Privileg, das den meisten Afroamerikanern verwehrt blieb. Bis in die 1850er Jahre war die Gemeinschaft auf etwa 225 Einwohner angewachsen. Sie bestand zu etwa zwei Dritteln aus Afroamerikanern und zu einem Drittel aus irischen und deutschen Einwanderern, die in soliden Häusern lebten. Es gab Kirchen, eine Schule und Friedhöfe.
Dieser Ort stand der Vision des Parkes im Wege. Im Jahr 1853 ermächtigte die Legislative des Staates New York die Stadt, das für den Park vorgesehene Land durch “Eminent Domain” zu erwerben (das Recht der Regierung, Privateigentum für öffentliche Zwecke gegen eine Entschädigung zu beschlagnahmen). Es verloren etwa 1600 Menschen ihr Zuhause.
Ein Meisterwerk aus Schweiß und Erde
Das Bauprojekt konnte beginnen. Über einen Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten leisteten mehr als 20.000 Arbeiter, hauptsächlich irische und deutsche Einwanderer, Schwerstarbeit. Mit Spitzhacken, Schaufeln und Schubkarren bewegten sie fast 5 Millionen Kubikmeter Stein, Erde und Mutterboden. Sümpfe wurden trockengelegt, Bäche umgeleitet und künstliche Seen und Teiche angelegt. Mehr als eine halbe Million Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen wurden gepflanzt. Die Behauptung, der Park sei vollständig von Menschenhand geschaffen, ist also keine Übertreibung.
Nach der Eröffnung der ersten Abschnitte im Dezember 1858 war der Park schon ein Erfolg. Millionen von New Yorkern strömten in die neue grüne Oase, um zu flanieren, Schlittschuh zu laufen und der Enge der Stadt zu entkommen.

Krisen und Wiedergeburt: Vom Verfall zur Rettung
Das blieb allerdings nicht lange so. Politische Einmischung und chronische Unterfinanzierung führten zu Vernachlässigung des Central Parcs. Die aufwendige Pflege, die die künstliche Landschaft erforderte, wurde vernachlässigt. Pflanzen wurden nicht ersetzt, der Boden erodierte, und die Wege und Wasserläufe verfielen.
Ab 1934 versuchte man die Wiederbelebung. Es sollte ein Ort der aktiven und funktionalen Freizeitgestaltung entstehen. Mit Bundesmitteln baute man 19 neue Spielplätze, zahlreiche Ball- und Handballfelder und die Wollman-Eisbahn. Die größte Veränderung war die Trockenlegung und Auffüllung des alten Croton-Reservoirs. Es entstand das 55 Hektar große Great Lawn – eine riesige Rasenfläche für Sport und Großveranstaltungen, die heute ein zentraler Bestandteil des Parks ist.
Die zweite große Krise des Parks begann in den 1960er Jahren und erreichte ihren Tiefpunkt während der New Yorker Finanzkrise in den 1970er Jahren. Fehlendes Geld führte zur Einsparung in der Parkverwaltung und der Park verkam. Rasenflächen wurden zu staubigen, ausgetretenen Flächen, Bänke und Zäune zerfielen. Gleichzeitig wurde der Park zunehmend für Großveranstaltungen wie Rockkonzerte, Festivals und politische Kundgebungen genutzt. Der Park entwickelte sich zu einem Ort, der von vielen als gefährlich und verwahrlost angesehen wurde, eine “No-Go-Area” nach Einbruch der Dunkelheit.

Im Jahr 1980 schlossen sich mehrere engagierte Gruppen zur Central Park Conservancy zusammen. Sie begannen private Spenden zu sammeln, um die unzureichenden städtischen Mittel für die Parkerhaltung zu ergänzen. Zusätzlich entstand ein detaillierter Management- und Restaurierungsplan, um zum Beispiel die Wiederherstellung der Sheep Meadow, des Dairy und der prachtvollen Bethesda Terrace zu ermöglichen. Seit 1998 ist die Conservancy im Rahmen eines Vertrags mit der Stadt für die tägliche Verwaltung und Pflege des Parks verantwortlich, während die Stadt Eigentümerin bleibt.
Besucherinformationen
Anfahrtsmöglichkeiten
Mit der U-Bahn (Subway):
Mehrere Linien bedienen die Ränder des Parks und bieten schnellen Zugang.
- Südwestliche Ecke (Columbus Circle): Linien A, B, C, D, 1.
- Südöstliche Ecke: Linien N, R, W bis 59th Street/Fifth Avenue; Linie F bis 57th Street/Sixth Avenue.
- Westseite (Central Park West): Linien B, C mit Haltestellen an der 72nd, 81st, 86th, 96th, 103rd und 110th Street.
- Nordseite (Central Park North): Linien 2, 3 bis 110th Street.
- Ostseite (Fifth Avenue): Linien 4, 5, 6 entlang der Lexington Avenue, von wo aus es ein kurzer Spaziergang von drei Blöcken nach Westen zum Park ist.
Mit dem Bus:
Zahlreiche Buslinien fahren entlang der Parkgrenzen und durchqueren ihn.
- Ostseite: M1, M2, M3, M4 entlang der Fifth Avenue.
- Westseite: M10 entlang des Central Park West.
- Querbusse (Crosstown): M57, M66, M72, M79, M86, M96, M106, M116 durchqueren den Park auf den versenkten Transversalen und verbinden die Ost- und Westseite Manhattans.
Unterwegs im Central Park
Zu Fuß:
Dies ist die beste Methode, um die Details, die versteckten Ecken und die Atmosphäre des Parks wirklich zu erleben. Bequeme Schuhe sind unerlässlich.
Mit dem Fahrrad:
Der Park verfügt über ein Netz von Wegen, die für Radfahrer freigegeben sind. Die Hauptringstraßen sind eine beliebte Route. Beachten Sie die Regeln: Die Ringstraßen sind eine Einbahnstraße (gegen den Uhrzeigersinn), und Radfahren auf reinen Fußwegen ist verboten.
Mit Pferdekutschen & Fahrradrikschas (Pedicabs):
Diese klassischen Touristenoptionen bieten eine entspannte, geführte Tour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, insbesondere im südlichen Teil des Parks. Sie sind ideal für einen ersten Überblick oder einen romantischen Ausflug.
Öffnungszeiten
Der Park ist offiziell von 6:00 Uhr morgens bis 1:00 Uhr nachts geöffnet.
Es wird jedoch dringend empfohlen, den Park nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr allein und nur in gut beleuchteten, belebten Bereichen zu besuchen.
Sicherheit
Der Central Park ist heute ein sehr sicherer Ort, insbesondere tagsüber, wenn er von Millionen von Menschen besucht wird. Dennoch sollten Besucher die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie in jeder anderen Großstadt treffen.
Tagsüber:
Bleiben Sie auf den Hauptwegen und in den belebten Bereichen. Die meisten Touristenattraktionen im Süden und in der Mitte des Parks sind stark frequentiert.
Nachts:
Vermeiden Sie es, nach Einbruch der Dunkelheit allein durch den Park zu gehen, insbesondere in den abgelegenen und dicht bewaldeten Gebieten wie The Ramble oder den North Woods. Wenn Sie abends eine Veranstaltung besuchen, wie z. B. Shakespeare in the Park, bewegen Sie sich in Gruppen und nutzen Sie die gut beleuchteten Hauptwege.
Orientierung:
Machen Sie sich mit einer Karte vertraut, um nicht die Orientierung zu verlieren. Die Laternenpfähle im Park haben nummerierte Plaketten, deren erste Ziffern die nächstgelegene Querstraße angeben – ein nützliches Navigationssystem.
Toiletten
Öffentliche Toiletten befinden sich in der Nähe der meisten Hauptattraktionen und Besucherzentren. Ihre Standorte sind auf den offiziellen Parkkarten verzeichnet.
Alkohol und Rauchen
Der Konsum von Alkohol ist im gesamten Park verboten.
Rauchen ist in New Yorker Parks, einschließlich des Central Park, gesetzlich verboten.
Besucherzentren
Für Karten, Informationen und Souvenirs können Sie eines der mehreren Besucherzentren aufsuchen:
- The Dairy: Mid-Park auf Höhe der 65. Straße.
- Belvedere Castle: Mid-Park auf Höhe der 79. Straße.
- Charles A. Dana Discovery Center: Im Nordosten am Harlem Meer, 110. Straße.
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