Die Vorweihnachtszeit an Bord eines Flusskreuzfahrtschiffes verbringen – warum nicht? Weihnachtsmärkte in verschiedenen Städten besuchen und die nächste im schwimmenden Hotel verbringen – für uns ein tolles Erlebnis. Wir haben eine weihnachtliche Flusskreuzfahrt mit der BELVEDERE von nicko cruises unternommen.

Tag 1: Einschiffung in Nürnberg
Die Einschiffung auf die BELVEDERE erfolgte am Nachmittag in Nürnberg. Nachdem wir an der Rezeption unsere Zimmerkarten und die ersten Infos erhalten hatten, ging es direkt in unsere Kabine.

Die Kabine und erste Informationen
Für uns war auf dem Mitteldeck eine Kabine reserviert und unsere Taschen standen bereits vor der Tür. Hinter der Tür erwartete uns eine helle und freundliche Kabine mit französischem Balkon. Ich wusste sofort, dass ich mich dort sehr wohl fühlen würde. Manchmal passt einfach alles.

Auf dem Bett lagen auch schon die ersten Infos für den laufenden Tag. Jeden Tag, normalerweise nach dem Abendessen, wird der ungefähre Zeitplan für den nächsten Tag in die Kabine gelegt. Es kann vorkommen, dass sich noch Verschiebungen ergeben, diese werden dann über Lautsprecheransagen durch die Kreuzfahrtleitung bekannt gegeben.
Auch die Tickets für die gebuchten Ausflüge und Extraleistungen (zum Beispiel Getränkepaket) findet man direkt nach dem Check-in in der Kabine.
Nicht mal 2 Stunden später hieß es dann “Leinen los” und die BELVEDERE der nicko cruises legte zur weihnachtliche Flusskreuzfahrt ab. Unsere Reise konnte beginnen!

Infos von der Kreuzfahrtleitung und Sicherheitseinweisung
Kaum waren wir unterwegs, versammelten sich auch schon alle Mitreisende zur obligatorischen Sicherheitseinweisung. Neben der Erklärung von Rettungswegen und Schwimmwesten, wurde uns auch mitgeteilt, dass das Sonnendeck die gesamte Fahrt über gesperrt sein würde. Der Grund so einfach wie verständlich – auf der Strecke befinden sich so viele niedrige Brücken, dass die Sicherheitsreling und Bestuhlung entfernt werden mussten. Stehen wäre oft nicht möglich und viel zu gefährlich. Das war zwar schade, aber es gab ja zum Glück die Möglichkeit am Bug im Fahrtwind zu stehen.

Ein wichtiger Punkt im späteren Verlauf des Abends waren auch Buchung von Ausflügen (falls jemand noch nichts gebucht hatte), Getränkepaket, Nutzung des Wellnessbereichs und natürlich die Vorstellung einiger Crewmitglieder (z.B. Kapitän, Hotelmanager, Kreuzfahrtleitung).
Kulinarischer Auftakt: Das erste Abendessen
Das Abendessen wird von allen Gästen zeitgleich im großen Restaurantbereich eingenommen. Jeder Gast sitzt während der gesamten Fahrt an einem bestimmten Tisch mit anderen Gästen zusammen. Am ersten Abend gibt es ein 4-gängiges Menü, bei dem man im Hauptgang und bei der Nachspeise zwischen verschiedenen Angeboten wählen kann.

Das Essen ließ bei uns keine Wünsche offen. Es war geschmacklich hervorragend zubereitet. Es machte schon richtig “Lust” auf die nächsten Abende.
Hinweis: Die Menüauswahl der folgenden Abende kann jeder Gast morgens individuell von einer Karte auswählen. So habe ich zum Beispiel meistens auf die Suppe verzichtet. Beim Hauptgericht standen Gerichte mit Fleisch, Fisch, Vegetarisch zur Wahl.
Der Tag war lang und nach einem Drink in der Bar zog es uns in die Kabine. Wo würden wir am nächsten Morgen beim Wachwerden während der weihnachtliche Flusskreuzfahrt sein?

Tag 2: Regensburg
Unser Tag begann unerwartet früh. Wir hatten gut geschlafen und waren wach geworden. Bis zur offiziellen Frühstückszeit war noch viel Zeit. Zum Glück gab es aber vorher schon Kaffee beim “Frühaufsteher-Frühstück”. Wir genossen die Ruhe, die noch auf dem Schiff herrschte.
Mit dem Beginn des Frühstücks setzte der Trubel auf dem Schiff ein. Nach und nach füllte sich das Restaurant, die Gäste nahmen an den zugewiesenen Tischen Platz und genossen die reichhaltige Auswahl des Büfetts.
Entspannung im Wellnessbereich mit Ausblick
Uns zog es nach einer weiteren Tasse Kaffee und etwas Müsli in den Wellnessbereich des Schiffes. Wir hatten diesen für eine Stunde reserviert, um etwas zu entspannen, bevor wir den Tag in Regensburg verbringen würden.

Highlight: Der Wellnessbereich befindet sich im Bug des Schiffes und verfügt über große (von außen blickdichte) Fenster. In der Sauna sitzen und dabei auf die Wälder am Ufer zu schauen, die Nebelschwaden am Ufer zu sehen – das ist so unbeschreiblich schön!

Erlebnis Schleusenfahrt auf dem Main-Donau-Kanal
Da das Schiff erst nach dem Mittagessen in Wahalla-Regensburg ankommen sollte, hatten wir am Vormittag ausreichend Zeit die Fahrt zu genießen. Uns war vor der Schiffsreise mit nicko cruises überhaupt nicht bewusst, wie viele Schleusen wir nutzen würden. Auf dem Main-Donau-Kanal passierten wir 10 Schleusen und auf der Donau 2 Schleusen. Der größte Höhenunterschied der dabei bewältigt wird liegt bei 24,5 Metern. Es ist aufregend zu beobachten, wie das Schiff in die riesige Betonkammer fährt. Je nach Fahrtrichtung hebt oder senkt sich dann das Flusskreuzfahrtschiff langsam. Manchmal dauert die Schleusung nur wenige Minuten, manchmal aber auch über 30 Minuten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass bei großen Schiffsverkehr manchmal etwas längere Wartezeiten entstehen können, vor allem da ja bei der Schiffslänge nur ein Schiff in die Schleusenkammer passt.

Auch bei unser Tour gab es “Stau” an der Schleuse. So kam es, dass wir mit zeitlicher Verzögerung Regensburg erreichten. Spontan entschied die Kreuzfahrtleitung die Teilnehmer für den gebuchten Ausflug in Regensburg vor einer Schleuse aussteigen zu lassen. Auch diejenigen, die privat die Stadt erkunden wollten, durften das Schiff verlassen, das dann zum eigentlichen Liegeplatz nach Walhalla fuhr. Der spätere Transport mit Bussen wurde organisiert und die Abfahrtszeiten bekannt gegeben.
Geführter Regensburg Stadtrundgang
Unsere Stadtführerin wartete bereits am Schiff. Die nächsten 1,5 Stunden führte sie uns nun durch Regensburg und brachte uns den Charme der Stadt näher. Für uns war es ein Wiedersehen mit einer Stadt, die wir vor einigen Jahren im Sommer besucht hatten. Es gab aber auch für uns Neues zu entdecken. Nicht umsonst wird die Fahrt mit der BELVEDERE unter dem Titel “Besuch beim Christkind” angeboten. Also ging es auch auf die Weihnachtsmärkte der Stadt.

Für mich ist die Steinerne Brücke ein ganz besonderer Ort. Die Brücke ist eins der Wahrzeichen von Regensburg und gilt heute als älteste steinerne Brücke in Deutschland. Ein Spaziergang über die Brücke, die die Altstadt mit dem Stadtteil Stadtamhof verbindet, gehört zu einem Besuch in der Stadt dazu. Die Sage rund um den Bau und den “Knick” der Brücke sollte man unbedingt kennen.

Tipp: Am Ufer der Brücke befindet sich die Wurstkuchl. Dort gibt es Regensburger Bratwürste.

Der Rundgang führte uns durch die Gassen von Regensburg zum Alten Rathaus. Wer alleine unterwegs ist, sollte unbedingt an einer Führung durch das Rathaus teilnehmen. Hier fanden einst die berühmten Regenburger Reichstage statt und einen Folterkeller gibt es auch zu sehen.

Die Tour endete am Regensburger Dom. Es lohnt sich hinein zu gehen!

Die schönsten Weihnachtsmärkte in Regensburg
Nach der Tour blieb noch ausreichend Zeit über die Weihnachtsmärkte der Stadt zu bummeln und einen Glühwein zu trinken.
Hier ist eine Übersicht der beliebtesten Weihnachtsmärkte in Regensburg.
Regensburger Christkindlmarkt (Der Klassiker)
Dies ist der älteste und bekannteste Markt im Herzen der Altstadt. Er ist sehr traditionell und ideal für den klassischen Glühwein-Bummel.

- Ort: Neupfarrplatz (rund um die Neupfarrkirche)
- Besonderheit: Traditionelle Buden, Kinderkarussell
- Typischer Zeitraum: Ab der Woche vor dem 1. Advent bis zum 23. Dezember
Romantischer Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis
Ein international bekannter Markt mit besonders stimmungsvoller Atmosphäre im Innenhof des Schlosses.
- Ort: Schloss St. Emmeram (Thurn und Taxis)
- Besonderheit: Handwerkskunst, offene Feuerstellen, das “Fürstliche Christkind” tritt auf. Sehr romantisch, aber meist sehr voll.
- Eintritt: Dieser Markt kostet Eintritt
- Typischer Zeitraum: Ende November bis 23. Dezember
Lucrezia-Markt (Kunst & Handwerk)
Dieser Markt ist etwas ruhiger und legt den Fokus auf hochwertiges Kunsthandwerk statt auf reinen Konsum.


- Ort: Haidplatz und Kohlenmarkt
- Besonderheit: Viel selbstgemachtes Kunsthandwerk (Schmuck, Keramik, Holz), kulturelles Rahmenprogramm und oft etwas ausgefallenere kulinarische Angebote.
- Typischer Zeitraum: Freitag vor dem 1. Advent bis 23. Dezember
Adventsmarkt im Spitalgarten
Ein wunderschöner Markt direkt an der Donau mit Blick auf den Dom und die Steinerne Brücke.

- Ort: Katharinenspital (Stadtamhof, direkt an der Steinernen Brücke)
- Besonderheit: Spital-Glühbier, lebende Schafe, Lagerfeuer und eine sehr gemütliche Biergarten-Atmosphäre im Winter.
- Typischer Zeitraum: Ende November bis 23. Dezember
Für uns ging es am späten Nachmittag zurück zum Schiff. Dieses legte an diesem Tag allerdings sehr spät vom Liegeplatz unterhalb der Walhalla ab. Es wäre also möglich gewesen noch mehr Zeit in der Stadt zu verbringen und mit dem Taxi zum Schiff zu fahren.

Tag 3: Kelheim
Als wir nach einer längeren Nacht in der Bar an unserem dritten Reisetag bei der weihnachtliche Flusskreuzfahrt erwachten, lag die BELVEDERE bereits in Kelheim am Anleger.
Ausflug zum Kloster Weltenburg
Der Tagesausflug fand am Vormittag statt, die Busse standen schon bereit. Die Fahrt ging zunächst zum Kloster Weltenburg. Vom Besucherparkplatz benötigten wir etwa 15 Minuten zu Fuß zur Klosteranlage. Der Weg führte entlang der Donau, die noch im morgendlichen Nebel vor uns lag.

Durch ein Tor betritt man den großen Klosterhof. Im Winter liegt er relativ verlassen da, nur der Souvenirshop hatte geöffnet. Im Sommer soll es dort einen schönen Biergarten geben.

Die Asam-Kirche St. Georg
Uns zog es in die Klosterkirche St. Georg. Die Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam haben diese Kirche zwischen 1716 und 1739 erbaut. Man betritt den Raum zunächst durch eine relativ dunkle Vorhalle. Doch sobald man unter der Empore hindurchtritt, öffnet sich der Raum und man steht in einem hoch aufragenden, ovalen hellem Kuppelraum.
Der absolute Höhepunkt der Kirche zieht den Blick sofort magnetisch an: der Hochaltar. Im Zentrum reitet der Kirchenpatron St. Georg in glänzender, silberner Rüstung auf einem Schimmel. Zu den Füßen des Pferdes windet sich der Drache, während an der Seite die gerettete Prinzessin (die für die Kirche oder den Glauben steht) ängstlich zuschaut.

Das Geniale an dieser Szene ist die Beleuchtung. Die Asam-Brüder bauten ein Fenster hinter den Altaraufbau, das vom Kirchenschiff aus nicht zu sehen ist. Das Tageslicht fällt von hinten ein und umstrahlt den Heiligen Georg. Er wirkt dadurch fast überirdisch und blendend hell, während der Drache unten im Schatten bleibt – ein perfektes Symbol für den Sieg des Lichts über die Finsternis.
Wenn man den Blick vom Altar löst und nach oben richtet, erlebt man die zweite große Überraschung. Die Kuppel der Kirche ist eigentlich relativ flach, wirkt aber durch das Deckenfresko riesig und tief. Cosmas Damian Asam malte am Rand der Kuppel Figuren, die sich über eine gemalte Brüstung lehnen und scheinbar zu uns herabschauen. Auch hier gibt es einen Lichteffekt. Ein verborgener Lichtring am Fuß der Kuppel lässt das Fresko von innen heraus leuchten, sodass es über dem dunkleren Kirchenraum zu schweben scheint.

Über dem Eingang thront eine prachtvolle Orgel, die perfekt in die Architektur eingepasst ist. Auch hier wurde mit einem echten Fenster hinter der Orgel gearbeitet, das bei Sonnenschein fast blendet.
Wir hatten bei unserer Führung das Glück einen tollen Tourguide zu haben. Er erzählte so spannend, dass der Besuch der Kirche für mich noch ewig hätte dauern können.
Naturschauspiel Donaudurchbruch
Aber es wartete ja noch ein weiteres Highlight auf uns: der Donaudurchbruch. Der Donaudurchbruch (offiziell “Weltenburger Enge”) ist eine spektakuläre Engstelle im Donautal ganz in der Nähe des Kloster Weltenburg. Es ist eines der bedeutendsten Naturwunder Deutschlands.

Auf einer Strecke von etwa 5,5 Kilometern zwängt sich die Donau hier durch massive, bis zu 80 Meter hohe Kalksteinfelsen. Der Fluss, der davor und danach recht breit fließt, wird an der engsten Stelle auf nur etwa 110 Meter Breite und eine Tiefe von bis zu 20 Metern komprimiert.
Das Spannende ist: Die Donau hat dieses Tal gar nicht selbst gegraben. Vor rund 150 Millionen Jahren war hier ein Jurameer; die heutigen Felsen sind versteinerte Riffe aus Schwämmen und Korallen. Ursprünglich floss die Donau viel weiter nördlich durch das heutige Altmühltal. Das jetzige Flussbett bei Weltenburg wurde eigentlich von anderen Flüssen (Urdonau-Nebenflüssen) vorgeformt. Die Donau hat dieses “gemachte Bett” später einfach übernommen .

Vom Ufer aus lässt sich nur erahnen, wie hoch die Felsen hinauf ragen. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt mit einem Ausflugsschiff von Kehlheim aus diese Engstelle passieren.
Besuch der Befreiungshalle
Der zweite Stopp an diesem Vormittag war die Befreiungshalle hoch über Kelheim. Wir stiegen am Busparkplatz aus und liefen in Richtung Befreiungshalle. Noch immer war es neblig und erst nach und nach kam das gewaltige Bauwerk in Sicht.

Der Bau wurde von König Ludwig I. in Auftrag gegeben und vom berühmten Architekten Leo von Klenze im Stil des Klassizismus entworfen. Das Gebäude ist ein Rundbau (Rotunde). Sie steht auf einem massiven, dreistufigen Sockel. Die Halle besteht aus hellem, gelblichem Kelheimer Kalkstein.

Das markanteste Merkmal der Außenfassade sind die riesigen Statuen, die den oberen Teil des Zylinders kranzförmig umgeben. Es handelt sich um 18 Kolossalstatuen, die auf mächtigen Strebepfeilern stehen. Sie wirken ernst und fast ein wenig bedrohlich, wie Wächterinnen. Ihre Farbe hebt sich oft kontrastreich vom helleren Mauerwerk dahinter ab und sie waren sogar im Nebel gut zu erkennen. Diese Frauenfiguren stellen Allegorien der deutschen Volksstämme (z.B. Franken, Böhmen, Bayern, Schwaben) dar, die an den Befreiungskriegen gegen Napoleon (1813–1815) beteiligt waren.
Um in die Halle zu gelangen, muss man eine breite, monumentale Freitreppe hinaufsteigen. Über dem gewaltigen Eingangsportal steht die Widmung: “DEN TEUTSCHEN BEFREIUNGSKAEMPFERN / LUDWIG I KOENIG VON BAYERN”.

Im Inneren der Rotunde
Den Innenraum der Befreiungshalle kann man nur mit einer gültigen Eintrittskarte betreten. Der Besuch war in unserem gebuchten Ausflug inkludiert. Ich hatte ehrlich gesagt keine Vorstellung, was mich in der Befreiungshalle erwarten wurde. Wer mich kennt weiß, ich bin selten sprachlos. Hier war ich es! Was für ein großer beeindruckender Raum, der mich sehr an einen festlichen, sakralen Tempel erinnert.

Das Erste, was den Blick fesselt, ist der gigantische Kreis aus weißen Marmorfiguren, der den runden Innenraum umschließt. Es sind 34 Siegesgöttinnen (Viktorien) aus reinem, weißem Carrara-Marmor. Die Figuren reichen sich die Hände. Dadurch entsteht der Eindruck eines ewigen, feierlichen Reigens oder Tanzes. Diese Anzahl der Statuen steht für die 34 deutschen Staaten, die zum Zeitpunkt der Erbauung (Mitte des 19. Jahrhunderts) den “Deutschen Bund” bildeten. Vor den Siegesgöttin steht ein gold-bronzener Schild. Sie wurden aus der Bronze von eingeschmolzenen französischen Kanonen gegossen, die in den Befreiungskriegen erbeutet wurden. Auf den Schilden stehen in vergoldeten Buchstaben die Namen der gewonnenen Schlachten (z. B. Leipzig, Paris, Waterloo).

Der Blick nach oben ist fast so beeindruckend wie der auf die Statuen. Die Kuppel ist als kunstvolle Kassettendecke gestaltet, die an das Pantheon in Rom erinnert. In der Mitte in 45 Metern Höhe befindet sich eine Öffnung, das sogenannte Opaion (oder Laterne). Durch dieses Öffnung fällt Tageslicht in den Raum. Es gibt im Inneren einen umlaufenden Gang (eine Empore) oberhalb der Statuen. Wenn man dort hinaufsteigt, hat man einen hervorragenden Blick auf die Halle.

Zurück an Bord und Abendprogramm
Viel zu schnell war der Ausflug beendet. Nach gut 3,5 Stunden Geschichte, Architektur, Natur und so interessanten Orten brachte uns der Bus zurück zur BELVEDERE.
Kaum waren wir an Bord legte das Schiff ab und fuhr uns zurück nach Nürnberg, wo wir erst am nächsten Tag während der weihnachtliche Flusskreuzfahrt ankommen sollten. Also Zeit genug das hervorragende Essen, einige Cocktails und die Gesellschaft netter Menschen zu genießen. Es gab natürlich auch ein Bordprogramm: Musik, weihnachtliche Lesung und Eierlikörpunsch sorgten für Abwechslung.
Tag 4: Nürnberg
Mitten in der Nacht legte das Flusskreuzfahrtschiff in Nürnberg an. Nach einem reichhaltigen Frühstück stand ein Ausflug nach Nürnberg auf dem Tagesprogramm.
Busrundfahrt: Reichsparteitagsgelände und Memorium
Mit dem Bus fuhren wir zunächst am ehemaligen Reichsparteitagsgelände vorbei und machten einen Fotostopp an der Zeppelintribüne und dem Zeppelinfeld. Begleitet wurde die Tour von einem Fremdenführer, der wirklich interessant die wichtigsten Fakten erzählte.


Der nächste Busstopp war dann am Memorium Nürnberger Prozesse. Im Gegensatz zu anderen Mitreisenden kannte ich den Gerichtssaal 600, in dem damals die Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden hatten. Ich glaube sie wären gerne hinein gegangen, ich fand es damals auf jeden Fall sehr interessant. Unsere Tour sollte jedoch noch durch die Nürnberger Altstadt führen und 3 Stunden sind nicht lang genug für diesen Besuch.


Zu Fuß durch die Nürnberger Altstadt
Der Busfahrer setzte uns hinter der Nürnberger Burg ab und der Guide führte uns unter erschwerten Bedingungen durch die Altstadt. In großen Teilen der Altstadt fand der Weihnachtsmarkt statt und entsprechend voll war es in den Gassen.
Da für den Nachmittag noch eine Weihnachtsmarkttour auf dem Programm stand, fokussierten wir uns zunächst auf den Blick auf die Nürnberger Burg, das Dürerhaus, die Sebaldus- und die Lorenzkirche. Über die Fleischerbrücke ging es dann zurück zum Reisebus, der uns zum Schiff brachte.

Freizeit auf dem Christkindlmarkt
Nach dem Mittagessen stand der Ausflug zum Christkindlmarkt auf dem Programm. Hier konnte jeder in seinem Tempo alleine an den vielen Ständen vorbei schlendern. Uns zog es zunächst auf die Kinderweihnacht mit Karussell und kindgerechten Bastelangeboten. Danach ging es über den Weihnachtsmarkt der Partnerstädte. Hier konnten wir Spezialitäten verschiedener Regionen entdecken und natürlich auch probieren.


Unser Schwerpunkt lag aber beim Rundgang über den großen Christkindlmarkt. Ob “3 im Weckla”, Lebkuchen oder Feuerzangenbowle kulinarisch haben wir nichts vermisst. Auch die vielen Stände mit weihnachtlichen Geschenkideen oder Dekoration für die eigene Wohnung lockten immer wieder zum Stehenbleiben und gucken. Etwa 3 Stunden hatten wir Zeit und uns zog eigentlich nur die Kälte und der Gedanke an den Abschiedsempfang und das Galadinner zurück zum Schiff.


Festliches Galadinner zum Abschluss
Das Galadinner war wirklich ausgezeichnet. Die präsentierten Gerichte wurden vom Starkoch Johann Lafer extra für nicko cruises zusammengestellt und wird von den Köchen auf den Schiffen entsprechend zubereitet. Mein Highlight war eindeutig die Nachspeise!

Den Abend verbrachten wir auf dem Schiff, dass in Nürnberg blieb.
Letzter Tag: die Ausschiffung
Am letzten Tag unser weihnachtliche Flusskreuzfahrt mussten wir unsere gepackten Koffer schon um 7:30 Uhr vor der Kabinentür abstellen. Zuvor hatten wir sie mit einem farbigen Band gekennzeichnet, dass der Crew zeigte, dass uns ein Bustransfer zum Nürnberger Hauptbahnhof bringen sollte.

Fazit und Heimreise
Das Frühstück genossen wir noch an Bord und gegen 8.30 Uhr stand der Bus vor dem Schiff. Die Koffer standen bereits an Land und so konnten wir sie in den Bus laden.
Ein letztes Winken – schön war es! Wir haben die Auszeit an Bord genossen und werden es bestimmt wiederholen.
Die Fahrt mit der BELVEDERE fand im Rahmen einer Pressereise statt.
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