Wer an einem gewöhnlichen Abend durch das Foyer des Estrel Berlin schlendert, ahnt vielleicht noch nicht, dass sich nur wenige Meter entfernt die Türen zu einer anderen Welt öffnen: der schillernden Glitzerwelt von Las Vegas. Die Kult-Show “Stars in Concert” lockt seit Jahren Musikbegeisterte in Europas größtes Hotel- und Entertainment-Center.

Hier kann man die Musik der größten Legenden der Musikgeschichte live auf einer Bühne erleben. Live gesungen von täuschend echten Doubles. Und ganz ehrlich, das haben wir nach nur wenigen Minuten der mitreißenden Show im Estrel Showtheater fast vollständig vergessen.
Bei unserem Besuch stand ein Line-up auf dem Programm, das genau unseren Musikgeschmack getroffen hat: Robbie Williams, Madonna, Tom Jones, Gloria Gaynor und die legendären Blues Brothers.

Die Künstler bei Stars in Concert: Unsere Highlights
Nachdem wir an dem kleinen Tisch (es gibt immer 4 Sitzplätze pro Tisch) Platz genommen, einen Drink bestellt und die Stühle in Richtung Bühne ausgerichtet hatten, ging es auch schon los.

Die ersten Akkorde der exzellenten Live-Band erklangen und sofort sprang nicht nur bei uns der Funke über. Alles wippte auf den Stühlen und viele summten und sangen mit. Dann traten die Künstler auf. Im ersten Teil der Show mit jeweils 3 Liedern, nach der Pause folgten weitere Songs. Die Illusion lebt nicht nur von der optischen Ähnlichkeit der Künstler, sondern vor allem von der stimmlichen Präzision und der perfekten Mimik. Zum Vergleich werden im Hintergrund zum Teil Sequenzen aus Videos, Shows und Konzerten eingeblendet. Da stimmten Bewegungen und Gesang hervorragend überein.
Robbie Williams – Charisma pur
Das Robbie-Double begeisterte uns sofort. Der typische britische Charme, die leicht arrogante, aber sympathische Körperhaltung und das unverwechselbare Timbre bei der großen Ballade „Angels“ – hier stimmte jede Nuance. Sogar der Flirt mit dem weiblichen Publikum war so, wie man es von Konzerten kennt.


Madonna – Die Queen of Pop
Ein Hauch von Skandal und ganz viel Perfektion zogen ein, als Madonna (zwar etwas älter und weiblicher, als ich sie zuletzt auf der Bühne gesehen habe) die Bühne betrat. Begleitet von einem erstklassigen Tanzensemble lieferte das Double eine mitreißende Performance. Von denunverwechselbaren Kostümen bis hin zu den präzisen Tanzschritten war die Hommage an die Pop-Ikone absolut authentisch.


Tom Jones – Der Tiger brüllt
Als die ersten Töne von “Sex Bomb” erklangen, gab es für uns kein Halten mehr. Der Künstler, der uns Tom Jones präsentierte, brachte nicht nur die kraftvolle, markante Stimme der walisischen Legende mit, sondern auch den legendären Hüftschwung. Man konnte förmlich spüren, wie das Publikum in Nostalgie schwelgte. Für mich eine der schönsten Interpretationen, da ich die Musik besonders gerne höre.

Gloria Gaynor – Disco-Fieber
Das Doubel der unangefochtene Königin der Disco-Ära Gloria Gaynor verwandelte den Saal in einen echten Studio-54-Nachtclub. Mit einer herausragenden Stimme und glitzernder Garderobe erinnerte sie an die jungen Jahre der Künstlerin. Spätestens bei der ultimativen Hymne “I Will Survive” sang der ganze Saal lauthals mit – ein absoluter Gänsehautmoment.

The Blues Brothers – Ein fulminantes Finale
Schwarze Anzüge, Sonnenbrillen, Hüte und ein Koffer voller Soul. Das Duo, das die Blues Brothers verkörperte, brachte mit Hits wie „Everybody Needs Somebody to Love“ die Showbühne im Estrel Berlin endgültig zum Beben. Ihre Tanzeinlagen und der unverwechselbare, trockene Humor sorgten für Begeisterung und ließen uns alle am Ende der Show mittanzen.


Mehr als nur Kopien: Die Magie der Live-Produktion
Ein Abend bei „Stars in Concert“ ist wie ein Kurzurlaub aus dem Alltag. Die Künstler auf der Bühne betreiben keine billige Parodie, sondern eine hochprofessionelle Hommage an ihre Vorbilder. Unterstützt werden sie dabei von einer fantastischen Live-Band, die sich nahtlos durch die verschiedenen Genres von Pop über Soul bis hin zu Rock spielt, sowie von Tänzern, die das Las-Vegas-Gefühl perfekt abrunden. Es ist eine faszinierende Zeitreise, die Erinnerungen weckt und einfach grandios unterhält.

Wer in Berlin ist und Live-Musik liebt, sollte sich diese perfekte Illusion nicht entgehen lassen und kann sich auf ein wechselndes Programm auf der Bühne freuen.
Hier gibt es Infos zu den aktuellen Shows.
Besucherinformationen
Adresse
Estrel Showtheater Berlin
Sonnenallee 225
12057 Berlin (Neukölln)
Anfahrt
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
- S-Bahn-Station Sonnenallee (Ringbahn S41/S42) etwa drei Gehminuten entfernt.
- Buslinie M41 (Richtung Sonnenallee/Baumschulenstraße) fast vor der Tür
Mit dem Auto:
Über die Stadtautobahn A100 (Ausfahrt Grenzallee) ist das Hotel- und Entertainment-Center schnell zu erreichen.
Parken
Besucher, die mit dem eigenen Auto anreisen, können die hoteleigene kostenpflichtige Tiefgarage des Estrel nutzen.
Bei Großveranstaltungen empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise, um Wartezeiten bei der Einfahrt zu vermeiden.
Preisgestaltung
Die Ticketpreise variieren je nach Sitzplatzkategorie und Wochentag.
Die Preise liegen etwa zwischen 50,00 Euro und 90,00 Euro.
Showzeiten
Der Spielplan kann je nach Saison und Sonderveranstaltungen leicht abweichen, die regulären Zeiten sind jedoch:
Donnerstag bis Samstag: Vorstellungsbeginn um 20:00 Uhr (oder 20:30 Uhr)
Sonntag: Vorstellungsbeginn um 16:00 Uhr
Der Besuch fand im Rahmen einer Presseveranstaltung statt.
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